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Frankreichaustausch // parte 2

Vom 27.05. bis 04.06.2026 nahmen 17 Französisch lernende Schülerinnen und Schüler von der 7. bis zur 10. Klasse am zweiten Teil des diesjährigen Frankreichaustauschs mit der Partnerschule Saint Pierre in Casseneuil (bei Bordeaux) teil. Unsere Vorfreude auf den Austausch war riesig, da wir endlich unsere Corres wiedersehen und ebenfalls eine Nacht in Paris verbringen würden. Nach einer anstrengenden, aber auch sehr schönen Anreise mit dem Zug, wurden wir von einem privaten Bus am Bahnhof in Bordeaux abgeholt, der uns dann nach Casseneuil gebracht hat. An der Partnerschule wurden wir von unseren Gastfamilien herzlich empfangen. Das Leben in den Gastfamilien gab uns allen einen schnellen Einblick in die französische Kultur und den gelebten Alltag. Kommuniziert wurde verbal sowie auch nonverbal, mit bereits vorhandenen Sprachkenntnissen und neu dazugelernten. Das gemeinsame Programm mit der Schule startete schon am nächsten Tag (Freitag). Wir haben den halben Schultag unseres Austauschpartners erlebt und später haben wir einen botanischen Garten besucht, der sich auf Seerosen spezialisiert hat. Nach dem Ausflug wurden wir von unseren Corres in das Wochenende mitgenommen. Am Montag startete unser Ausflug schon um 6:15 Uhr, da zwei Führungen geplant waren. Die erste Führung startete schon gegen 9 Uhr in Carcassonne, einer Stadt in Südfrankreich, die bekannt für ihre mittelalterliche Festung "La Cité" und ihre Legende ist. Nach der Führung fuhren wir nach Toulouse, die wegen ihrer zahlreichen Bauwerke aus hellroten Ziegelsteinen „la ville rose“ - die „rosarote Stadt“ genannt wird. Den Dienstagvormittag verbrachten wir in einem kleinen „Künstlerdorf“. Dort haben wir das „Apfelspiel“ gespielt. Das Ziel des Spieles ist, einen Apfel gegen etwas anderes einzutauschen, dann den neuen Gegenstand weiter zu tauschen und auf diese Weise möglichst viele Tauschgeschäfte zu vollziehen. In den gemischten Gruppen sollten vor allem die deutsche Corres mit den französischen Händlern ins Gespräch kommen. Die Gruppe mit den meisten Tauschhandeln (per Foto dokumentiert), hat am Ende gewonnen. Auf dem Rückweg zur Schule haben wir noch an einem großen französischen Supermarkt angehalten und konnten dort Souvenirs und ein paar Leckereien erwerben. Später wurde es sehr sportlich: wir wurden an der „Base nautique“ (dem Wassersportzentrum im Ort) vom Sportlehrer des Collège in zwei große Gruppen geteilt. Die erste Hälfte durfte ein Kanu-Rennen fahren und die andere Hälfte mit Laserpistolen auf Zielscheiben schießen. Später wurde getauscht. Aus beiden Disziplinen gab es am Ende eine Gesamtwertung und beim Abschiedsabend auch eine Siegerehrung. Der Mittwoch war auch schon unser letzter Tag vor der Abreise. Am Vormittag durften wir uns noch einmal sportlich betätigen – wir hatten die Wahl zwischen Tischtennis mit Herrn Litzinger und Turnen mit Frau Schoob in einer richtigen Turnhalle mit dauerhaft aufgebauten Geräten. Danach haben wir einen Erkundungsspaziergang durch Casseneuil gemacht, der uns zu einer tollen Aussicht bringen sollte. Allerdings war der Weg stellenweise ziemlich zugewuchert und die Wanderung am Ende ein kleines Abenteuer. Nach einer stärkenden Mittagspause warteten spannende Ateliers auf uns: ein Workshop zum Thema nachhaltige Baumaterialien, das Basteln eines Schlüsselanhängers aus Stoffresten in Verbindung mit einer Kleidertauschparty und das Schneiden unseres Austauschvideos. Die Videos wurden zu Beginn des Abschiedsabends den Eltern präsentiert, bevor es dann an das leckere Buffet ging. Abends wurde noch gepackt und am nächsten Morgen warteten wir im Regen (nach sehr vielen heißen Tagen!) auf den Bus, der uns zum Flughafen nach Bordeaux brachte. Dort ging zum Glück alles reibungslos und wir kamen sehr glücklich, aber auch ziemlich erschöpft wieder in Berlin an. Voller schöner Erinnerungen und um viele Erfahrungen reicher stürzten wir uns allerdings gleich wieder in den Schuljahresendstress – Arbeiten schreiben, andere nachschreiben und verpasste Inhalte nachholen… aber das war es allemal wert! Wir hatten eine tolle neuntägige Reise, an die wir sehr gerne zurückdenken werden. Text: Jaroslawa und Chinarazirim (ehemalige 10fs) zusammen mit Frau Schoob