Für den 9. Jahrgang wurde auch dieses Jahr die Aula wieder anlässlich des Vorlesetags zu einem ganz besonderen Begegnungsraum:
Drei Autor*innen des Vereins Daughters and Sons of Gastarbeiters lasen aus ihren sehr persönlichen Geschichten über das Aufwachsen in Familien, die einst als türkische und vietnamesische Gastarbeiter nach Deutschland kamen.
Die Autorinnen berichteten offen von ihren Familien, ihren Herausforderungen und Momenten, die sie geprägt haben – oft bewegend und schmerzhaft, aber auch voller Liebe und Verständnis gegenüber der Herausforderungen, die ihre Eltern meistern mussten.
In der anschließenden Fragerunde zeigte sich, wie nah die Erzählungen den Schülerinnen gingen. Viele meldeten sich, wollten mehr erfahren oder sich einfach bedanken für das Teilen der Geschichten. Man merkte deutlich, wie die Geschichten nachwirkten und sich der ein oder andere in ihnen wiederfinden konnte.
Ein Vorlesetag, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. (Verfasst von Frau Dilba)
Auch der 8. Jahrgang kam in den Genuss einer Lesung:
„Verfallene Gebäude und verlassene Plätze - ein Roman mit Sog! Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser.“[1] Auf diese spannende Abenteuertour nahm uns der Autor höchstpersönlich mit. Im Rahmen des Vorlesetags am 21.11.2025 fesselte Johannes Groschupf die 66 Schüler:innen der Klassen 8ms und 8ts mit seinen ausgewählten Textstellen und machte sie auf die weitere Handlung neugierig. So fragten Schüler:innen sofort im Anschluss an die Lesung, ob Lennart und Moe tatsächlich zueinander finden. Aber keine Angst, gespoilert soll hier nicht werden, denn es lohnt sich, den 2013 erschienenen Roman selbst zur Hand zu nehmen, um die fünf Freund:innen bei ihren spannenden Entdeckungstouren der Lost Places zu begleiten.
Nicht nur dass Groschupf uns an den im Roman verarbeiteten Erfahrungen seines eigenen Sohnes teilhaben ließ. Er führte die Schüler:innen aüßerdem nach der Lesung zu den thematisierten Lost Places, indem er der Gruppe Einblicke in Privatfotos gewährte, die die Handlung des Romans stark beeinflussten. So konnten die Schüler:innen an diesem Tag sowohl hören als auch sehen, wie Wirklichkeit und Fiktion miteinander verschmelzen.
In dem sich anschließenden Autorengespräch durften die interessierten Schüler:innen dem Autor viele Fragen stellen, die sich nicht nur auf den Roman und das Schreiben als Autor bezogen, sondern die auch das Leben des Autors und das seiner Kinder beleuchteten. Herr Groschupf fand in diesem Austausch einen wirklich beeindruckenden Umgang mit den Teenagern, sodass durch das persönliche Gespräch eine ganz besondere Atmosphäre entstand. Aus diesem Grund gilt besonders Herrn Groschupf ein großer Dank dafür, uns in die aufregende Welt seines Romans und seines Lebens mitgenommen zu haben.
(Verfasst von Frau Glaetzer)


